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Foto und Video

Drohnenaufnahmen bei der Hochzeit: Eure Feier von oben

Luftaufnahmen machen eure Location und besondere Momente spektakulär sichtbar. Hier erfahrt ihr, wann sich eine Drohne lohnt und worauf ihr rechtlich achten solltet.

Redaktion Hochzeit Brautinfo4 Min. Lesezeit

Drohnenaufnahmen bei der Hochzeit: Eure Feier von oben, Bild 1

Es überrascht nicht, dass Drohnenfotografie immer beliebter wird, wenn man sich die eindrucksvollen Aufnahmen der kleinen Fluggeräte ansieht. Drohnen liefern spektakuläre Fotos und Videos, doch lohnt sich der Aufpreis, eure Hochzeit auch aus der Luft festhalten zu lassen? Hier findet ihr alles, was ihr wissen solltet, bevor bei eurer Feier eine Drohne abhebt.

Einzigartige Bilder von eurer Location

Drohnen eröffnen neue Perspektiven auf die schönen Orte, an denen Paare heiraten. Ihr sagt Ja auf einem Berghang, in einem weiten Tal, am Seeufer oder auf einem Schloss? Dann sind Luftaufnahmen eine großartige Möglichkeit, diese Kulisse in ihrer ganzen Weite einzufangen. Meist begleitet die Drohne nicht die gesamte Hochzeit. Schon ein paar Flüge über die Landschaft rund um eure Location ergeben ein eindrucksvolles Intro für euer Hochzeitsvideo, auch wenn der Rest am Boden gedreht wird.

Erinnerungen aus neuen Blickwinkeln

Mit einer Drohne lassen sich emotionale Momente aus unerwarteten Perspektiven festhalten. Etwa die Braut, die mit ihrem Vater hinter den Reihen der Gäste auf ihren Einzug wartet, während der Bräutigam vorne am Traualtar steht, alles in einem einzigen Bild oder einer einzigen Einstellung. Eindrucksvoll ist auch ein Kuss des Brautpaares, den die Drohne aus großer Höhe einfängt: Die Weite der Landschaft steht dann im schönen Kontrast zur Nähe der Umarmung.

Auch für kreative Gruppenfotos sind Drohnen ideal. Stellt eure Gäste auf einer Wiese zu einem Herz auf, lasst sie eure Initialen bilden oder ein Wort buchstabieren. Das ergibt nicht nur originelle Bilder, die Hochzeitsgesellschaft hat beim Aufstellen meist auch jede Menge Spaß.

Drohnen und Rechtliches in Österreich

Klärt zuerst mit eurer Location, ob Drohnenflüge dort überhaupt erlaubt sind. Alleinstehende Locations eignen sich besonders gut, weil keine Nachbarn gestört werden. In der Nähe von Flughäfen, in Schutzgebieten und über manchen Ortskernen gelten zusätzliche Einschränkungen.

Seit Ende 2020 gelten in Österreich die einheitlichen EU-Regeln für Drohnen, zuständig ist die Austro Control. Grob zusammengefasst bedeutet das:

  • Wer eine Drohne mit Kamera betreibt, muss sich in der Regel als Betreiber registrieren und je nach Drohnenklasse einen Online-Kompetenznachweis ablegen.
  • Geflogen wird grundsätzlich in Sichtweite und nicht höher als 120 Meter über Grund.
  • Das Überfliegen von Menschenansammlungen ist in der einfachen offenen Kategorie nicht erlaubt.
  • Eine Haftpflichtversicherung für die Drohne ist vorgeschrieben.

Die Details hängen von Gewicht und Klasse der Drohne ab und können sich ändern. Aktuelle Informationen findet ihr direkt bei der Austro Control. Möchtet ihr einen Freund bitten, mit seiner Hobbydrohne ein paar Aufnahmen zu machen, sollte er diese Regeln kennen. Denkt außerdem daran: Wer schon für die Fotos einen Profi beauftragt, möchte wohl auch bei den spektakulären Luftbildern die bestmögliche Qualität.

Sicherheit geht vor

Versicherung und Rechtliches sind die weniger glamourösen Seiten der Drohnenfotografie, doch Sicherheit ist das Wichtigste. Drohnen sind im Grunde kleine Hubschrauber mit Kamera. Fliegt jemand ohne Erfahrung, steigt das Unfallrisiko, und das wollt ihr an eurem Hochzeitstag sicher vermeiden.

Beauftragt daher am besten Profis, die als Drohnenbetreiber registriert, entsprechend ausgebildet und ordnungsgemäß haftpflichtversichert sind. Lasst euch das im Vorgespräch ruhig bestätigen. Erfahrene Drohnenpiloten wissen auch, welche Aufnahmen an eurer Location möglich sind und ob für einzelne Motive eine zusätzliche Genehmigung nötig wäre.

Abstimmung mit Fotograf und Videograf

Wenn ihr euch Drohnenbilder wünscht, wählt am besten Fotografen oder Videografen, die Drohnenaufnahmen bereits im Paket anbieten. Beauftragt ihr dafür jemand anderen, sorgt dafür, dass sich beide gut abstimmen. Setzt euch vorab gemeinsam zusammen und klärt, wer wann wo filmt, damit niemand dem anderen ins Bild läuft. Passende Profis findet ihr bei unseren Hochzeitsvideografen.

Abstand halten bei der Zeremonie

Drohnen sollen eure Hochzeitsreportage ergänzen und euch und euren Gästen nie zu nahe kommen. Das wäre nicht nur unsicher, sondern auch störend und laut. Bei einer Trauung im Freien könntet ihr theoretisch die ganze Zeremonie aus der Luft festhalten lassen, doch das deutlich hörbare Summen lenkt Gäste ab und stört die Stimmung.

Gut funktioniert dagegen folgende Lösung: Die Drohne begleitet den Einzug und die Übergabe der Braut aus der Luft und landet, sobald die Einzugsmusik endet. So habt ihr eine besondere Aufnahme, ohne dass die Trauung gestört wird.

Was kosten Drohnenaufnahmen?

Als grobe Orientierung: Für einen kürzeren Drohneneinsatz mit Bearbeitung der Aufnahmen rechnen viele Anbieter in Österreich mit etwa 200 bis 600 Euro zusätzlich, je nach Dauer, Anfahrt und Umfang. Viele Fotografen und Videografen haben Drohnenaufnahmen inzwischen fix in ihren Hochzeitspaketen. Sprecht eure Wunschprofis direkt darauf an und lasst euch zeigen, welche Luftaufnahmen sie bei früheren Hochzeiten gemacht haben.

Bildergalerie

Häufige Fragen

Darf man bei einer Hochzeit in Österreich eine Drohne fliegen lassen?

Grundsätzlich ja, wenn die Location zustimmt und die EU-Drohnenregeln eingehalten werden: Registrierung, passende Kompetenz, Haftpflichtversicherung, Sichtflug und kein Überflug über Menschenansammlungen. Aktuelle Details nennt die Austro Control.

Was kosten Drohnenaufnahmen bei der Hochzeit?

Als grobe Spanne für Österreich gelten etwa 200 bis 600 Euro für einen kürzeren Einsatz mit Bearbeitung. Oft sind Drohnenaufnahmen bereits in Foto- oder Videopaketen enthalten.

Stört eine Drohne die Trauung?

Das Summen ist deutlich hörbar. Am besten filmt die Drohne nur den Einzug oder Momente vor und nach der Zeremonie und bleibt während Ja-Wort und Reden am Boden.

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