Mode und Beauty
Brautkleid kaufen: 10 Tipps für eine entspannte Suche
Vom richtigen Zeitpunkt über das Budget bis zur Begleitung: Mit diesen zehn Tipps wird die Suche nach dem Brautkleid entspannt und macht richtig Freude.
Redaktion Hochzeit Brautinfo5 Min. Lesezeit

Für viele Bräute ist es einer der aufregendsten Punkte der Hochzeitsplanung: die Suche nach dem Brautkleid. Damit sie zur schönen Erinnerung wird und nicht in Stress ausartet, haben wir zehn bewährte Tipps aus der Praxis von Brautmodeberaterinnen zusammengefasst.
1. Plant genug Zeit ein
Wer sich schnell entscheiden kann, beginnt etwa sechs bis neun Monate vor dem Hochzeitstermin mit der Suche. Wenn ihr euch auch sonst mit Entscheidungen eher Zeit lasst, startet lieber zehn bis zwölf Monate vorher. So bleibt genug Spielraum, das Kleid zu bestellen und alle Anprobetermine ohne Druck zu planen.
Viele Brautkleider werden erst nach der Bestellung in eurer Größe gefertigt, die Lieferzeit liegt oft bei vier bis sechs Monaten. Ein maßgefertigtes Kleid braucht noch mehr Vorlauf, häufig bis zu einem Jahr: Damit es wirklich sitzt, wird zuerst ein Probemodell aus günstigerem Stoff angefertigt. Wer spät dran ist, muss flexibler sein und eher auf Kleider ab Lager oder Musterkleider zurückgreifen. Bedenkt außerdem, dass auch Änderungen an fertigen Modellen einige Wochen dauern. Wann welche Aufgabe ansteht, zeigt unsere Checkliste für die Hochzeitsplanung.
2. Legt ein Budget fest und bleibt dabei
Bestimmt vor dem ersten Termin eine Preisobergrenze und nennt sie der Beraterin gleich zu Beginn. So bekommt ihr nur Kleider gezeigt, die auch wirklich in Frage kommen. Nichts ist frustrierender, als sich in ein Kleid zu verlieben, das deutlich über dem Budget liegt.
Zur groben Orientierung: In österreichischen Brautmodengeschäften kosten viele Brautkleider zwischen 1.000 und 3.000 Euro, Designermodelle und Maßanfertigungen auch deutlich mehr. Rechnet zusätzlich mit Accessoires wie Unterwäsche, Unterrock, Schleier, Haarschmuck und Schuhen, wofür grob 300 bis 800 Euro anfallen können. Für Änderungen werden je nach Aufwand oft 150 bis 500 Euro fällig. Mehr zur Budgetplanung lest ihr in unserem Beitrag Was kostet eine Hochzeit in Österreich?
Achtet auch auf die Stoffqualität. Hochwertige Seide, Crêpe oder Spitze fallen schöner und tragen sich angenehmer. Moderne Mischgewebe können eine gute Alternative sein, sehr billige, stark glänzende Synthetikstoffe wirken dagegen auf Fotos schnell unvorteilhaft und sind im Sommer oft wenig atmungsaktiv.
3. Findet euren Stil
Stellt euch die Hochzeitslocation vor, die Jahreszeit und den Grad der Formalität. Schließt Kleiderformen aus, die nicht ins Setting passen, etwa ein ausladendes Prinzessinnenkleid im Weingarten oder ein lässiges Boho-Kleid im festlichen Palais. Informiert euch in Brautmagazinen und auf den Websites von Designerinnen und Designern über Schnitte, Silhouetten und Stoffe und überlegt, welche Silhouette eure Figur vorteilhaft betont.
Ein guter Anhaltspunkt: Erinnert euch an ein Kleid, in dem ihr euch zuletzt so richtig wohl gefühlt habt. Das Brautkleid darf eine festlichere, edlere Version des Stils sein, den ihr auch im Alltag mögt. Wer schon eine ungefähre Vorstellung hat, tut sich bei der großen Auswahl im Geschäft deutlich leichter.
4. Erstellt ein Look-Book
Sammelt Bilder von Brautkleidern, Accessoires und Stilrichtungen, die euch gefallen, als Collage auf Papier oder als Bildersammlung am Handy. Zeigt sie bei der Anprobe her, dann sieht die Beraterin sofort, in welche Richtung es gehen soll. Bleibt aber trotz aller Vorbereitung offen für ihre Vorschläge.
5. Vereinbart Termine
Meldet euch unbedingt für die Anprobe an, statt spontan vorbeizuschauen. Viele Brautmodengeschäfte arbeiten ohnehin nur mit Terminen. Die Beraterin hat dann genug Zeit, auf eure Wünsche, euren Typ und eure Figur einzugehen. In der Hauptsaison und an Samstagen sind Termine oft Wochen im Voraus ausgebucht.
6. Wählt den richtigen Zeitpunkt
Gute Fachgeschäfte planen für eine Erstanprobe eineinhalb bis zwei Stunden ein. Nehmt euch am besten einen Tag frei und besucht in Ruhe nicht mehr als drei Geschäfte. Das reicht in der Regel, um fündig zu werden, mehr Auswahl verwirrt eher. Pro Termin probieren Bräute im Schnitt etwa zehn Kleider. Ein Termin am Vormittag unter der Woche hat einen weiteren Vorteil: Im Geschäft ist es meist ruhiger, und ihr könnt ungestört anprobieren.
7. Vertraut eurer Beraterin
Viele Kleider wirken am Bügel unscheinbar und entfalten ihre Wirkung erst, wenn sie getragen werden. Bringt euch die Beraterin ein Modell, das ihr auf den ersten Blick aussortieren würdet, probiert es trotzdem an. Eure Wünsche habt ihr bereits beschrieben, und die Beraterin hat euren Typ, eure Figur und viel Erfahrung im Blick. Manchmal ist genau das unerwartete Kleid das richtige.
8. Tragt neutrale Unterwäsche
Wählt weiße oder hautfarbene Wäsche, damit sich unter den Kleidern nichts abzeichnet. Wenn ihr am Hochzeitstag figurformende Unterwäsche tragen möchtet, nehmt sie unbedingt schon zur Anprobe mit. Bestellt das Kleid auf keinen Fall eine Größe kleiner als Anreiz zum Abnehmen: Ein Kleid enger zu machen ist einfach, ein zu kleines Kleid zu weiten oft kaum möglich.
Verzichtet zur Anprobe außerdem auf Parfum und verwendet nur ein geruchsneutrales Deo. Schminkt euch dezent, damit an den hellen Stoffen keine Make-up-Spuren zurückbleiben.
9. Denkt an Frisur und Schuhe
In die meisten Brautkleider steigt man von oben hinein, manche Modelle müssen aber über den Kopf gezogen werden. Haltet die Frisur am Anprobetag deshalb einfach und nehmt eine Haarklammer mit, um die Haare für einen ersten Eindruck hochzustecken. Ab der Änderungsphase gilt: Die Absatzhöhe der Brautschuhe bestimmt die Länge des Kleides. Sucht die Schuhe also rechtzeitig vor der ersten Änderungsanprobe aus und bringt sie zu jedem Termin mit.
10. Nehmt nur wenige Begleitpersonen mit
Im Fernsehen sitzen Bräute oft inmitten einer großen Runde von Freundinnen und Familie. In der Praxis bewährt sich das selten: Mehr als ein oder zwei vertraute Meinungen verunsichern meist eher, als dass sie helfen. Wählt Menschen, die euren Geschmack kennen und ehrlich, aber wohlwollend sind. Ein Glas Prosecco oder Orangensaft zur Anprobe darf natürlich trotzdem sein.
Woran ihr das richtige Kleid erkennt
Wenn ihr den Blick nicht mehr vom Spiegel abwenden könnt, euch rundum wohl fühlt und das Kleid eigentlich gar nicht mehr ausziehen wollt, seid ihr wahrscheinlich am Ziel. Ein gutes Zeichen ist auch, wenn ihr aufhört, andere Kleider im Kopf zu vergleichen. Einen Überblick über Brautmodengeschäfte und Ateliers in eurer Nähe findet ihr in unserem Verzeichnis für Brautmode und Brautkleider.
Häufige Fragen
Wann sollte man mit der Brautkleidsuche beginnen?
Ideal sind etwa neun bis zwölf Monate vor der Hochzeit. Viele Kleider werden erst nach der Bestellung gefertigt und haben Lieferzeiten von vier bis sechs Monaten, dazu kommen mehrere Wochen für Änderungen.
Was kostet ein Brautkleid in Österreich?
Viele Brautkleider im Fachhandel kosten zwischen 1.000 und 3.000 Euro, Designer- und Maßanfertigungen auch mehr. Für Accessoires und Änderungen solltet ihr zusätzlich mehrere hundert Euro einplanen.
Wie viele Personen sollte man zur Brautkleid-Anprobe mitnehmen?
Ein bis zwei vertraute Begleitpersonen sind meist ideal. Mehr Meinungen verunsichern oft, statt bei der Entscheidung zu helfen.


