Mode und Beauty
Brautkleid-Schnittformen: Welche Silhouette passt zu euch?
A-Linie, Mermaid, Empire oder Prinzessin: Wir erklären die wichtigsten Silhouetten für Brautkleider und welche Figur sie jeweils am schönsten zur Geltung bringen.
Redaktion Hochzeit Brautinfo4 Min. Lesezeit

Weit schwingende Röcke, enge Korsagen, fließende Linien, festliche Roben oder lässige Partykleider: Die Vielfalt an Schnitten in der Brautmode wirkt auf den ersten Blick fast überwältigend. Wer schon vor der ersten Anprobe weiß, welche Grundform infrage kommt, spart Zeit und Nerven und geht viel entspannter in den Brautsalon.
Warum die Schnittform so wichtig ist
Der Schnitt macht nicht nur den besonderen Charakter eines Brautkleides aus, er entscheidet vor allem darüber, was einer Braut steht. Was die eine Figur wunderbar betont, kann bei einer anderen unvorteilhaft wirken. Ziel ist eine Silhouette, die eure Vorzüge zeigt und euch gleichzeitig wohlfühlen lässt, denn ihr tragt das Kleid viele Stunden lang.
Grundsätzlich kommen für ein Brautkleid diese Silhouetten infrage:
- A-Linie
- X-Linie
- Mermaid- und Trompetenschnitt
- Empire-Stil
- Prinzessinnenkleid oder Ballkleid
- Etui- beziehungsweise Säulenkleid
A-Linie: der vielseitige Klassiker
Die A-Linie ist die beliebteste Schnittform in der Brautmode, und das aus gutem Grund: Sie steht beinahe jeder Figur. Der Rock wird vom Dekolleté (hohe A-Linie) oder von der Taille (tiefe A-Linie) ausgehend wie der namensgebende Buchstabe nach unten hin immer weiter.
Für diese Silhouette eignen sich Stoffe mit einer gewissen Festigkeit. Ein Unterrock sorgt dafür, dass das Kleid seine Form behält. Die A-Linie umspielt Hüfte und Oberschenkel sanft und lässt kleine Pölsterchen einfach verschwinden.
X-Linie: Fokus auf die Taille
Die X-Linie orientiert sich an der Sanduhrform. Im Grunde ist sie eine Abwandlung der A-Linie, bei der die Träger sehr weit außen ansetzen. Der Rock läuft nach unten weit aus, das Oberteil setzt mit weitem Dekolleté, breiten, über dem Oberarm getragenen Trägern oder kurzen Ärmeln das Gegengewicht.
So liegt der Fokus mittig auf einer schmalen Taille. Bräute, die ihre Proportionen etwas ausgleichen möchten, können mit diesem Schnitt optisch nachhelfen.
Mermaid und Trompete: figurbetont und elegant
Der Mermaid-Stil ist stark figurbetont und verbirgt wenig. Wie bei einer Meerjungfrau schmiegt sich der Stoff eng an die Rundungen, erst knapp über dem Saum weitet sich das Kleid und mündet oft in eine kleine Schleppe.
Etwas mehr Bewegungsfreiheit bietet das Trompetenkleid: Hier setzt der weite Rock bereits auf Kniehöhe an und läuft trompetenförmig aus. Darin lässt es sich deutlich leichter gehen, sitzen und tanzen.
Beide Varianten eignen sich besonders für große, schlanke Bräute mit weiblichen Kurven. Probiert bei der Anprobe unbedingt aus, wie gut ihr euch darin bewegen und hinsetzen könnt.
Empire-Stil: fließend und feminin
Bei Empire-Kleidern sitzt die Taillennaht direkt unter der Brust. Von dort fällt der Stoff fließend nach unten. Der Blick wird so auf die Brustpartie gelenkt, während die Körpermitte und die Hüften in den Hintergrund treten.
Häufig sind Empire-Brautkleider am Dekolleté oder entlang der Empire-Linie mit Applikationen oder Stickereien verziert. Der Schnitt lässt die Trägerin größer und schlanker wirken und eignet sich gut, wenn ihr eure Mitte kaschieren möchtet. Bei sehr üppigem Dekolleté kann er die Oberweite dagegen stark betonen. Auch für Schwangere ist der Empire-Stil eine bequeme Wahl.
Prinzessinnenkleid und Ballkleid: der große Auftritt
Die Ballkleid-Silhouette ist ideal für alle, die sich ein romantisches, opulentes Hochzeitskleid wünschen. Der sehr weite Rock setzt meist in Taillenhöhe oder knapp darunter an und endet oft in einer langen Schleppe. Praktisch ist eine Schlaufe oder ein Druckknopf, mit dem die Schleppe später am Abend hochgesteckt werden kann.
Viel Tüll sorgt für Stand. Das eng anliegende Oberteil, meist eine Korsage, verstärkt die Wirkung des Prinzessinnen-Looks. Diese Schnittform kaschiert breite Hüften und schafft auch bei üppigerem Dekolleté ein harmonisches Gesamtbild.
Bedenkt, dass ein Ballkleid Platz braucht: im Auto, in schmalen Gängen der Location und auf der Tanzfläche.
Etui- oder Säulenkleid: schlicht und modern
Ist euch eine Prinzessinnenrobe zu pompös und ein Mermaid-Kleid zu extravagant, ist ein schmal geschnittenes Kleid vielleicht genau das Richtige. Der Rock fällt gerade, kann unten aber leicht auslaufen. Ein Unterrock ist meist nicht nötig.
Das Oberteil umspielt den Körper, Korsagen sind bei diesem Look die Ausnahme. Die langen Linien strecken optisch und sind besonders schön an zierlichen, kleineren Bräuten. Für Standesamt oder eine Hochzeit im kleinen Kreis ist das Etuikleid eine elegante Option.
Tipps für die Anprobe
- Probiert bewusst auch Schnitte, die ihr euch zunächst nicht vorstellen könnt. Oft überrascht gerade das Kleid, das am Bügel unscheinbar wirkt.
- Nehmt höchstens zwei bis drei Begleitpersonen mit, deren Meinung euch wirklich wichtig ist.
- Testet Sitzen, Gehen und Arme heben, bevor ihr euch entscheidet.
- Plant genug Zeit für Bestellung und Änderungen ein: Viele Salons empfehlen, sechs bis neun Monate vor der Hochzeit mit der Suche zu beginnen.
Passende Brautsalons in eurer Nähe findet ihr in unserer Übersicht zu Brautmode und Brautkleidern.
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Häufige Fragen
Welche Brautkleid-Silhouette steht fast jeder Figur?
Die A-Linie gilt als die vielseitigste Schnittform. Sie betont die Taille und umspielt Hüfte und Oberschenkel, deshalb steht sie den meisten Bräuten.
Für wen eignet sich ein Mermaid-Brautkleid?
Der eng anliegende Mermaid-Schnitt passt besonders gut zu großen, schlanken Bräuten mit weiblichen Kurven. Wer mehr Bewegungsfreiheit möchte, wählt den ähnlichen Trompetenschnitt.
Welches Brautkleid kaschiert den Bauch?
Empire-Kleider mit hoher Taillennaht und hoch angesetzte A-Linien lassen den Stoff locker über die Körpermitte fallen und kaschieren so den Bauch.


