Mode und Beauty
Das richtige Kleid für die Brautmutter: Farben, Stil und Etikette
Die Braut steht im Mittelpunkt, doch auch die Brautmutter darf glänzen. So findet sie ein Kleid, das zum Fest passt und in dem sie sich rundum wohlfühlt.
Redaktion Hochzeit Brautinfo4 Min. Lesezeit

Keine Frage: Am Hochzeitstag steht die Braut im Mittelpunkt. Doch auch die Brautmutter darf an diesem Tag strahlen und ein Kleid tragen, in dem sie sich schön und wohl fühlt. Damit das Outfit zum Fest passt und alle Beteiligten entspannt bleiben, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Etikette-Regeln für die Mutter der Braut und die Mutter des Bräutigams. Und für euch als Brautpaar gilt: Bezieht eure Mütter früh in eure Ideen ein, dann wird das gemeinsame Bild am Ende stimmig.
Braut und Brautmutter im Gespräch
Wer als Brautmutter unsicher ist, wie das eigene Kleid aussehen soll, fragt am besten zuerst die Tochter nach Motto, Farbkonzept und Dresscode der Hochzeit. Welche Stimmung soll der Tag haben, eher elegant und festlich oder locker und ländlich? Mit diesen Informationen lässt sich gut vorstellen, welches Outfit sich harmonisch in das Gesamtbild einfügt.
Auch wenn das Motto oder die Formalität der Garderobe nicht ganz dem eigenen Geschmack entspricht, ist ein wenig Kompromissbereitschaft gefragt. Gleichzeitig muss sich niemand verkleiden: Die Brautmutter soll sich in ihrem Kleid genauso wohlfühlen wie die Braut in ihrem Brautkleid. Immerhin ist sie auf vielen Hochzeitsfotos zu sehen, da lohnt es sich, ein paar Gedanken in die passende Kleidung zu investieren.
Die Farben für das Brautmutterkleid
Traditionell gilt: Weiß, Elfenbein und Champagner bleiben der Braut vorbehalten. Daran hat sich bis heute wenig geändert, auch wenn manche Mütter in hellen Tönen umwerfend aussehen. Schwarz galt früher wegen der Assoziation mit Trauer als unpassend, Rot als zu auffällig. Heute sieht man das deutlich entspannter: Schwarz wirkt klassisch, schick und formell, und auch ein geschmackvolles rotes Kleid kann hervorragend aussehen. Wichtig ist nur, nicht mondäner aufzutreten als die Braut.
Ein kurzes Gespräch vor dem Einkauf erspart Missverständnisse. Manche Bräute reagieren auf bestimmte Farben sehr sensibel, anderen ist die Farbwahl völlig gleichgültig. Äußert die Tochter Bedenken gegenüber kräftigen Farben, sind gedämpfte, elegante Töne eine gute Wahl, zum Beispiel:
- Navy, Petrol oder Dunkelgrün für eine elegante Abendhochzeit
- Puder, Salbei oder Taubenblau für Feiern im Frühling und Sommer
- Bordeaux, Pflaume oder Mauve für Herbst- und Winterhochzeiten
- Farben, die das Farbkonzept der Hochzeit aufgreifen, ohne die Brautjungfern zu kopieren
Der passende Stil für die Mutter der Braut
Mutter der Braut zu sein heißt nicht, sich in konservativer Garderobe älter zu machen, als man ist. Umgekehrt ist ein betont sexy Kleid auch für sehr jugendlich wirkende Brautmütter unpassend. Die Blicke der Gäste gehören an diesem Tag dem Brautpaar. Glamourös aufzutreten, ohne overdressed zu sein, ist trotzdem gut möglich.
Bewährt haben sich etwa ein knie- oder wadenlanges Etuikleid mit passendem Jäckchen, ein fließendes Kleid in Midilänge oder ein elegantes Kostüm. Für die kirchliche Trauung ist ein Bolero, eine Stola oder ein leichter Blazer praktisch, um die Schultern zu bedecken. Bei einer Trachtenhochzeit ist ein festliches Dirndl in gedeckten Farben eine schöne Alternative. Bequeme Schuhe mit moderatem Absatz sind Gold wert, denn der Hochzeitstag ist lang.
Abstimmung zwischen Brautmutter und Mutter des Bräutigams
Die Hochzeitsetikette der alten Schule sieht vor, dass die Brautmutter die Mutter des Bräutigams über ihre Kleiderwahl informiert. Das ist auch heute eine gute Idee, um Modepannen zu vermeiden, etwa Farben, die sich beißen, oder ein sehr schlichtes Kleid neben einer extravaganten Robe. Die meisten Brautpaare wünschen sich ein harmonisches Bild, nicht zuletzt für die Hochzeitsfotos.
Die Sorge, aufdringlich zu wirken, ist meist unbegründet: Viele Bräutigammütter schätzen einen kleinen Hinweis sehr. Entweder gibt die Braut die Details subtil weiter, oder die Brautmutter meldet sich selbst und erzählt ganz unverbindlich, dass sie endlich ein passendes Kleid gefunden hat, verbunden mit der Frage, ob die andere schon etwas im Auge hat. Mode ist ein schöner Anlass, ins Gespräch zu kommen und Gemeinsamkeiten zu entdecken, besonders wenn man sich noch nicht gut kennt. Und falls das Interesse auf der anderen Seite gering ist: Der Versuch zählt.
Shopping mit Zeit und Freude
Eine Beratung im Fachgeschäft für Abendmode hilft dabei, Schnitt und Farbe zu finden, die wirklich passen. Die Hochzeit der eigenen Tochter ist auch ein guter Anlass, sich ein maßgefertigtes Kleid zu gönnen. Für ein Kleid von der Stange solltet ihr zwei bis drei Monate vor der Hochzeit mit der Suche beginnen, für Maßanfertigungen eher vier bis sechs Monate. Spätestens einen Monat vor dem Fest sollte das Kleid inklusive Änderungen fertig im Schrank hängen.
Ein schöner Brauch: gemeinsam mit einer Freundin oder der Tochter shoppen gehen und sich danach mit einer Einladung zum Mittagessen oder Kaffee bedanken. Als kleine Auszeit für die Braut darf das Thema Hochzeit dann ruhig auch einmal für ein Stündchen Pause haben. Fachgeschäfte für festliche Mode findet ihr in unserer Übersicht für Brautmode und Festmode, passende Frisuren und Make-up für den großen Tag bei Profis für Haare und Make-up.
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Häufige Fragen
Welche Farbe sollte die Brautmutter nicht tragen?
Weiß, Elfenbein und Champagner sind traditionell der Braut vorbehalten. Schwarz und Rot sind heute meist in Ordnung, am besten stimmt sich die Brautmutter aber vorab mit der Braut ab.
Wann sollte die Brautmutter ihr Kleid kaufen?
Ideal ist ein Start zwei bis drei Monate vor der Hochzeit, bei Maßanfertigung vier bis sechs Monate. Spätestens einen Monat vor dem Fest sollte das Kleid inklusive Änderungen fertig sein.
Müssen sich Brautmutter und Mutter des Bräutigams abstimmen?
Pflicht ist es nicht, aber eine kurze Abstimmung gilt als guter Ton. So vermeidet man Farben, die sich beißen, und große Unterschiede im Stil auf den Hochzeitsfotos.


