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Planung

Knigge für Hochzeitsgäste: 12 Regeln für einen gelungenen Auftritt

Vom Dresscode über Handy und Fotos bis zum Hochzeitstanz: Diese 12 Regeln helfen Gästen durch den Tag und sorgen dafür, dass das Brautpaar im Mittelpunkt bleibt.

Redaktion Hochzeit Brautinfo4 Min. Lesezeit

Knigge für Hochzeitsgäste: 12 Regeln für einen gelungenen Auftritt, Bild 1

Die Feier ist geplant, ein besonderer Tag steht bevor. Wenn da nur nicht die kleinen Ausrutscher mancher Gäste wären: peinliche Spiele, eine Diashow mit Fremdschäm-Faktor oder zu viel Alkohol können die Stimmung trüben. Als Brautpaar lohnt es sich deshalb, vorab zu überlegen, was auf eurer Hochzeit gar nicht geht, und diesen Knigge bei Bedarf an eure Gäste weiterzugeben.

Ihr seid selbst als Gäste eingeladen? Dann helfen euch die folgenden 12 Punkte, sicher durch den Tag zu kommen. Und natürlich darf jedes Brautpaar eigene Regeln festlegen, solange es sie klar kommuniziert.

1. Zurückhaltung zeigen

Die oberste Regel: Es ist der Tag des Brautpaars. Das gilt für Spiele, Verhalten und Outfit, ganz besonders aber für den Alkohol. Der erste Sekt kommt meist direkt nach der Trauung, dann folgen Aperitif und Wein zum Essen. Trinkt zwischendurch ausreichend Wasser, damit der Abend nicht aus dem Ruder läuft.

2. Den Dresscode beachten

Das Brautpaar hat sich Gedanken gemacht, wie seine Feier aussehen soll, und dazu gehört oft ein Dresscode. Er steht auf der Einladung oder lässt sich beim Brautpaar erfragen. Häufige Dresscodes sind Smart Casual, Cocktail, Black Tie, White Tie und Tracht. Haltet euch daran, auch wenn im eigenen Kleiderschrank nicht gleich das Passende hängt. Smoking oder Abendkleid lassen sich auch ausleihen. Mehr dazu lest ihr in unserem Ratgeber zu den Dresscodes für Hochzeitsgäste.

Weiß ist tabu

Weiß gehört allein der Braut, auch bei Jäckchen, Schals und Accessoires. Wählt die Braut eine andere Farbe, etwa ein rotes Kleid, gilt dasselbe für diese Farbe. Im Zweifel lieber einmal mehr nachfragen. Bei Trachtenhochzeiten freut sich das Brautpaar, wenn die Gäste ebenfalls in Tracht kommen.

3. Das Brautpaar respektieren

Nicht jeder Brauch und nicht jede Entscheidung des Brautpaars entspricht dem eigenen Geschmack. Trotzdem gilt: Kritik an Essen, Kleid, Location oder Ablauf ist fehl am Platz. Wenn euch nichts Nettes einfällt, sagt lieber nichts.

Das gilt auch für eine kirchliche Trauung. Wer selbst nicht gläubig ist, muss nicht mitsingen oder mitbeten, sollte die Zeremonie aber respektvoll begleiten und zum Beispiel aufstehen, wenn die Gemeinde aufsteht.

4. Pünktlich sein

Zu spät kommen ist nie schön, bei einer Hochzeit aber besonders unangenehm. Plant so, dass ihr etwa 15 Minuten vor Beginn der Trauung sitzt. Falls ihr es doch nicht schafft: Nutzt eine Seitentür, wartet auf einen Musikeinsatz, schlüpft leise hinein und setzt euch auf den nächsten freien Platz. So stört ihr höchstens ein paar Gäste und nicht das Brautpaar.

5. Peinlichkeiten vermeiden

Das Brautpaar darf an diesem Tag nicht bloßgestellt werden. Peinliche Spiele oder Diashows mit intimen Anspielungen haben auf der Hochzeit nichts verloren, besonders nicht, wenn es um das Liebesleben der beiden geht. Humor ist verschieden, aber sobald sich ein Teil der Gäste unwohl fühlt, ist eine Grenze überschritten. Derbe Überraschungen passen besser zum Polterabend.

6. Geschenk und Gratulation

Das Geschenk richtet sich nach eurer Beziehung zum Brautpaar. Enge Freunde schenken anders als Kolleginnen oder Geschäftspartner. Persönliche Worte sind aber immer richtig. Haltet euch an die Wünsche des Paares, zum Beispiel an eine Hochzeitsliste, und lasst Scherzgeschenke weg. Im Zweifel helfen die Trauzeugen weiter.

  • Karte nicht vergessen: Geschenke landen oft auf einem Geschenketisch, ohne Karte ist später unklar, von wem sie stammen.
  • Übergabe: Im kleinen Kreis ist die persönliche Übergabe schön. Bei großen Feiern legt ihr das Geschenk lieber auf den Geschenketisch, statt das Paar aufzuhalten.

7. Spiele mit den Trauzeugen absprechen

Die Trauzeugen behalten oft den Ablauf im Blick und kennen die Wünsche des Brautpaars. Sprecht Spiele, Reden und Überraschungen deshalb immer mit ihnen ab. Ein Brautentführen, bei dem die Gäste stundenlang warten, ist fehl am Platz. Beliebt sind dagegen Bräuche wie das Maschkern oder das Kranzlabtanzen. Sagen die Trauzeugen Nein, entspricht das meist dem Wunsch des Paares und sollte respektiert werden.

8. Als Single zur Hochzeit

Allein zu einer Hochzeit zu gehen ist kein Problem, oft sind weitere Singles dabei. Sitzplätze und Essen sind aber genau geplant. Eine Begleitung spontan mitzubringen geht daher gar nicht. Wenn ihr gern jemanden mitnehmen möchtet, fragt einige Wochen vorher und akzeptiert auch ein Nein. Die Tischordnung ist ebenfalls fix und wird nicht eigenmächtig geändert.

9. Fotos und Videos

Die meisten Paare buchen eine professionelle Fotografin oder einen Fotografen. Ein Schnappschuss zwischendurch ist in Ordnung, aber stellt euch nicht in den Weg und haltet euch besonders bei der Trauung zurück. Viele Paare wünschen sich inzwischen eine „Unplugged“-Zeremonie ohne Handys. Das gilt auch für Videos.

10. Handy und Social Media

Das Brautpaar möchte selbst entscheiden, welche Bilder im Netz landen. Fragt deshalb vorher, ob ihr Fotos posten dürft, und taggt das Paar nicht ungefragt. Auch abseits davon gilt: Während Trauung, Reden und Essen bleibt das Handy weg. Telefonate führt ihr kurz und außer Sichtweite. Wünscht das Paar generell keine Handys, darf es das auf der Einladung vermerken.

11. Der Hochzeitstanz

Der Eröffnungstanz, in Österreich traditionell oft ein Wiener Walzer, gehört dem Brautpaar. Danach holen die beiden häufig Eltern und Schwiegereltern dazu. Erst wenn das Brautpaar die Tanzfläche freigibt oder weitere Verwandte dazukommen, dürfen alle mittanzen.

12. Das Essen

Geschmäcker sind verschieden, und nicht jeder Gang trifft jeden Geschmack. Das ist kein Grund zum Meckern. Nehmt angebotene Speisen an und lasst stehen, was ihr nicht mögt oder vertragt. Allergien und Unverträglichkeiten teilt ihr am besten gleich mit der Zusage mit. Das Brautpaar und der Caterer gehen gern darauf ein.

Ihr seid das Brautpaar und wollt eure Gäste gut informieren? Dann lohnt sich ein Blick in unsere Checkliste für die Hochzeitsplanung.

Bildergalerie

Häufige Fragen

Was sollte man als Hochzeitsgast nicht tun?

Nicht in Weiß erscheinen, nicht zu spät kommen, keine Begleitung ungefragt mitbringen, das Brautpaar nicht bloßstellen und keine Fotos ohne Erlaubnis posten.

Darf man als Gast Fotos von der Hochzeit posten?

Nur, wenn das Brautpaar damit einverstanden ist. Fragt vorher nach und haltet euch an eventuelle Wünsche wie eine handyfreie Trauung.

Wann dürfen Gäste beim Hochzeitstanz mittanzen?

Erst nachdem das Brautpaar den Eröffnungstanz getanzt und die Tanzfläche freigegeben hat, oft nach einem Tanz mit Eltern und Schwiegereltern.

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