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Bräuche und Trauung

Bräuche in der Verlobungszeit: Von der Elternfrage bis zum Brautgroschen

Ihr seid verlobt? Welche Bräuche zur Verlobungszeit gehören, wie ihr die Familien zusammenbringt und was es mit dem Brautgroschen auf sich hat.

Redaktion Hochzeit Brautinfo2 Min. Lesezeit

Bräuche in der Verlobungszeit: Von der Elternfrage bis zum Brautgroschen, Bild 1

Der Antrag ist gemacht, der Ring sitzt am Finger, und jetzt beginnt eine ganz besondere Zeit: die Verlobungszeit. Zwischen Antrag und Hochzeit liegen oft viele Monate, in denen ihr nicht nur plant, sondern auch eure Familien zusammenbringt. Einige alte Bräuche begleiten diese Phase bis heute, manche in moderner Form.

Um die Hand anhalten

Dass der Bräutigam bei den Eltern der Braut ganz formell um die Hand ihrer Tochter anhält, ist heute kaum noch üblich. Trotzdem gehört es zum guten Ton, die Eltern als Erste von der Verlobung erfahren zu lassen, am besten bei einem gemütlichen Essen oder Kaffee und nicht nebenbei per Nachricht. Viele Paare bitten dabei ganz bewusst um den Segen beider Familien.

Bei vielen Brauteltern kommt auch heute noch eine kleine Geste gut an: das Versprechen, immer füreinander da zu sein. Das gilt natürlich in beide Richtungen und für alle Paarkonstellationen. Wenn ihr den Antrag noch vor euch habt, lohnt es sich, vorher zu überlegen, ob ihr die Eltern einweihen möchtet oder sie lieber gemeinsam überrascht.

Die Verlobungsparty

Eine Verlobungsparty findet meist zeitnah nach dem Antrag statt. Die Feier muss nicht groß sein: Ein Grillabend im Garten, ein Brunch oder ein Abend im Lieblingslokal reichen völlig. Kennen sich eure Eltern noch nicht, ist die Verlobungsfeier die ideale Gelegenheit, die Familien einander vorzustellen.

Das zahlt sich am Hochzeitstag aus: Die Stimmung ist wesentlich entspannter, wenn sich ein Großteil der Gäste schon kennt und sich ungezwungen mischt. Gute Gelegenheit also, auch Trauzeugen und engste Freundinnen und Freunde mit ins Boot zu holen.

Brautgroschen sammeln

Früher galten Fleiß und Sparsamkeit der Braut als Zeichen dafür, dass sie eine treue und tüchtige Ehefrau sein würde. Daraus entstand der Brauch des Brautgroschens: Junge Frauen sammelten über Jahre kleine Münzen, um damit am Ende ihre Brautschuhe zu bezahlen. Manche Bräute pflegen diese Tradition bis heute und sammeln Centmünzen in einem Sparglas. Vor dem Schuhkauf solltet ihr das Geschäft am besten einweihen, denn mehrere Kilo Kleingeld an der Kasse brauchen Zeit und gute Laune.

Die Verlobungszeit sinnvoll nutzen

Neben allen Bräuchen ist die Verlobungszeit vor allem eines: die Zeit für die Planung. Legt euch früh auf einen Termin und eine grobe Gästezahl fest, denn beliebte Locations und Dienstleister sind oft lange im Voraus ausgebucht. Eine gute Orientierung bietet euch unsere Checkliste zur Hochzeitsplanung in Österreich. Und wer sich in Ruhe Ringe, Kleid und Co. ansehen möchte, findet viele Anbieter gesammelt auf einer der Hochzeitsmessen in Österreich.

Häufige Fragen

Muss man heute noch bei den Eltern um die Hand anhalten?

Nein, das formelle Anhalten um die Hand ist kaum noch üblich. Viele Paare erzählen den Eltern aber als Erste von der Verlobung und bitten um ihren Segen.

Was ist der Brautgroschen?

Ein alter Brauch, bei dem die Braut über längere Zeit kleine Münzen spart, um damit ihre Brautschuhe zu bezahlen. Er steht für Fleiß und Sparsamkeit.

Wann feiert man eine Verlobungsparty?

Meist einige Wochen nach dem Antrag. Die Feier eignet sich besonders gut, um die Familien beider Partner miteinander bekannt zu machen.

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