Foto und Video
Strahlt auf euren Hochzeitsfotos: So gelingt das Shooting
Zeitplan, Licht, natürliche Posen und Bildbearbeitung: Was beim Fototermin am Hochzeitstag wirklich zählt und wie ihr zu Bildern kommt, die euch noch in Jahrzehnten gefallen.
Redaktion Hochzeit Brautinfo4 Min. Lesezeit

Die schönsten Hochzeitsfotos entstehen selten zufällig, sondern sind das Ergebnis guter Absprachen, eines realistischen Zeitplans und eines Brautpaares, das sich vor der Kamera wohlfühlt. Mit den folgenden Tipps holt ihr aus eurem Shooting das Beste heraus, ganz gleich, ob euch nur ein Fotograf oder zusätzlich ein Videoteam begleitet.
Stellt einen Stundenplan auf
Die Anzahl der Stunden, die euch Fotograf und Videograf an eurem Hochzeitstag begleiten, ist bei den meisten Paketangeboten der zentrale Preisfaktor. Ihr bestimmt selbst, ab wann die Uhr läuft: schon morgens beim Getting Ready oder erst kurz vor der Zeremonie.
Überlegt, ob es sinnvoll ist, das Team aufzuteilen. Während das Lampenfieber des Bräutigams auf Video festgehalten wird, fotografiert der Fotograf die Braut vor dem Spiegel beim Styling. Plant für die Vorbereitungen genug Zeit ein. Diese intimen, persönlichen Momente gehören oft zu den Bildern, die Paare später am meisten berühren.
Haltet euch an den Zeitplan
Viele Paare, die Wert auf die Tradition legen, dass der Bräutigam die Braut im Kleid erst bei der Trauung sieht, machen die Paarfotos direkt nach der Zeremonie. Immer beliebter wird aber auch das First Look-Shooting: Ihr seht euch schon vorher in Ruhe, und auch die Gruppenfotos sind vor der Trauung erledigt. So bleibt euch beim Empfang mehr Zeit für eure Gäste.
Wie auch immer ihr euch entscheidet: Besprecht den Ablauf genau mit euren Profis und haltet euch dann auch daran. Äußere Bedingungen wie wechselndes Licht bestimmen mit, wann welche Aufnahmen am besten gelingen. Besonders schmeichelhaft ist meist der späte Nachmittag, wenn die Sonne tiefer steht und euch in warmes, weiches Licht taucht. Fotografen sprechen von der goldenen Stunde. Wer kann, plant dafür ein kurzes Zeitfenster von 15 bis 20 Minuten ein.
Bitte lächeln? Lieber echt sein
Begleitet euch euer Fotograf den ganzen Tag, hält er aufmerksam fest, was ihr tut. Ziel ist die echte Stimmung des Tages und kein aufgesetztes Lächeln. Wenn für Gruppen- oder Porträtfotos doch gestellt werden muss, vermeidet steife Aufstellungen, bei denen sich die Unsicherheit der Gäste auf die Bilder überträgt. Besser funktioniert Bewegung: Lasst die Gesellschaft über eine Wiese, einen Weg oder die Straße entlang auf den Fotografen zugehen und sorgt dafür, dass gelacht wird.
Gibt euch der Fotograf zu viele oder zu wenige Anweisungen, sagt es ihm offen. Vertraut eurem Gefühl. Wollt ihr keine Standardbilder, auf denen ihr stolz die Ringe präsentiert, dann sprecht das an. Wisst ihr dagegen nicht, wie ihr stehen oder wohin ihr schauen sollt, holt euch Rat. Genau dafür habt ihr einen Profi engagiert, und ein guter Fotograf gibt Anweisungen nur aus einem Grund: um die besten Momente des Tages festzuhalten.
Also entspannt euch, bleibt natürlich und lebt im Moment. Ihr müsst nicht ständig in die Kamera lächeln, wenn es nötig ist, sagt euch das der Fotograf. Seid einfach verliebt ineinander, dann werden eure Hochzeitsfotos ganz von selbst wunderschön.
Spezialeffekte mit Augenmaß
In der Nachbearbeitung gibt es viele Möglichkeiten: Farben werden intensiver oder weicher, Bilder in Schwarzweiß umgewandelt, Texte eingefügt. Im Hochzeitsvideo sorgen Übergänge, Zeitlupen und die musikalische Untermalung mit euren Lieblingssongs für den persönlichen Charakter.
Trotzdem gilt: Übertreibt es nicht mit Effekten, denn die Stars seid ihr. Hochzeitsfotos werden oft über Generationen aufbewahrt, modische Filter wirken dagegen schnell veraltet. Hängt euer Herz an einem bestimmten Look, schaut euch Beispielarbeiten an, in denen euer Fotograf diese Technik bereits eingesetzt hat. Überzeugt euch das Ergebnis und wirkt es nicht überladen, dann nutzt es ruhig. Achtet aber darauf, dass in eurem Album auch genug klassische, unbearbeitete Aufnahmen landen.
Abzüge, Online-Galerie und Datensicherung
Früher war es wichtig, neben den Abzügen auch die Negative mit nach Hause zu nehmen, und Nachbestellungen waren kompliziert und teuer. Heute bekommt ihr eure Bilder in der Regel digital in hoher Auflösung, meist über eine passwortgeschützte Online-Galerie. Den Link könnt ihr ganz einfach mit euren Gästen teilen, die sich ihre Lieblingsbilder selbst herunterladen.
Klärt vorab im Vertrag:
- wie viele bearbeitete Bilder ihr ungefähr bekommt,
- wie lange die Lieferung dauert und wie lange die Online-Galerie verfügbar bleibt,
- ob ein Fotobuch oder Abzüge im Paket enthalten sind,
- welche Nutzungsrechte ihr an den Bildern habt.
Speichert die Dateien nach dem Download an mindestens zwei Orten, etwa auf einer externen Festplatte und in einer Cloud. Den passenden Profi für euren Stil findet ihr bei unseren Hochzeitsfotografen.
Bildergalerie
Häufige Fragen
Wann ist die beste Tageszeit für Hochzeitsfotos?
Am schmeichelhaftesten ist meist das warme Licht am späten Nachmittag, die sogenannte goldene Stunde. Plant dafür ein kurzes Zeitfenster von 15 bis 20 Minuten im Ablauf ein.
Sollen Gruppenfotos vor oder nach der Trauung gemacht werden?
Beides ist möglich. Fotos vor der Trauung, etwa nach einem First Look, verschaffen euch beim Empfang mehr Zeit für die Gäste, wer die Tradition liebt, fotografiert direkt nach der Zeremonie.
Wie bekommt man die Hochzeitsfotos vom Fotografen?
Heute meist digital über eine passwortgeschützte Online-Galerie zum Download. Lieferzeit, Bildanzahl und Nutzungsrechte solltet ihr vorab im Vertrag festhalten.


