Mode und Beauty
Das passende Hochzeitskleid für Standesamt, Kirche und freie Trauung
Vom schlichten Kleid am Standesamt bis zur großen Robe in der Kirche: So findet ihr ein Hochzeitskleid, das zu euch und zu eurer Trauung passt.
Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Seit ich ein kleines Mädchen bin, stelle ich mir mein Hochzeitskleid vor.
So oder so ähnlich geht es vielen Bräuten, vielleicht auch euch. Andere haben sich nie Gedanken darüber gemacht und stehen nun vor einer Fülle an Möglichkeiten. Beides ist völlig in Ordnung.
Wohlfühlen und sich selbst treu bleiben
Ein Hochzeitskleid ist mehr als ein modisches Statement. Ein romantisches Kleid mit viel Tüll erzählt eine andere Geschichte als ein schlichter Hosenanzug, ein verspieltes Vintage-Kleid im Stil der 1950er-Jahre verleiht eine ganz andere Ausstrahlung als ein lässiges Minikleid. Manche Paare bauen die ganze Hochzeit rund um das Kleid auf, andere passen das Outfit dem Stil der Feier an.
Was auch immer ihr an eurem Hochzeitstag tragt: Bleibt euren Vorstellungen und euch selbst treu. Ein Kleid, in dem ihr euch wohl fühlt, sieht man euch an. Dieser Moment, wenn euer Gegenüber euch zum ersten Mal im Hochzeitsoutfit sieht, gehört für viele Paare zu den schönsten Erinnerungen an den Tag.
Chic am Standesamt
Welche Kleidung am Standesamt passt, hängt oft von der Größe der Feier ab. Traditionell trägt die Braut bei der standesamtlichen Trauung ein helles oder weißes Kostüm mit farblich abgestimmten Accessoires. Da viele Paare in Österreich nur standesamtlich heiraten und trotzdem nicht auf einen großen Auftritt verzichten möchten, hat sich der Dresscode deutlich gewandelt. Wichtig zu wissen: Rechtlich gültig ist in Österreich ausschließlich die standesamtliche Trauung. Was ihr dafür braucht, lest ihr in unserem Ratgeber Standesamtlich heiraten in Österreich.
Viele Designerinnen und Designer haben sich darauf eingestellt und bieten schlichte Hochzeitskleider an, die festlich wirken, im Trausaal aber nicht übertrieben aussehen. Der Look der 1930er-Jahre mit fließenden, schräg geschnittenen Kleidern taucht regelmäßig auf den Laufstegen auf und eignet sich gut für einen stilvollen Auftritt am Standesamt.
Wer es unkonventionell und lässig mag, greift zum Hosenanzug, zum Jumpsuit oder zu einem leichten Sommerkleid. Erlaubt ist, was gefällt und worin ihr euch wohl fühlt. Lasst euch von der aktuellen Mode inspirieren und setzt sie je nach Typ elegant, glamourös oder schlicht um.
Festlich in der Kirche
Traditionell trägt die Braut in der Kirche ein weißes oder champagnerfarbenes Brautkleid. Was früher eine symbolische Bedeutung hatte, ist heute in erster Linie Geschmackssache. Designerinnen und Designer beschränken sich längst nicht mehr auf Weiß in allen Schattierungen: Nude-Töne, Pastellfarben von zartem Mint bis Flieder und sogar kräftige Beerentöne finden sich in vielen Kollektionen. Mutige Kreationen in Rot oder Schwarz sind auf Brautmodeschauen ebenfalls immer wieder zu sehen.
Für die Kirche lohnt es sich, ein paar praktische Punkte zu bedenken: Kirchen sind oft kühl, ein Bolero oder eine Stola schafft Abhilfe. Manche Pfarren legen Wert auf bedeckte Schultern, eine kurze Nachfrage im Vorfeld schafft Klarheit. Und bei einem langen Mittelgang kommt eine Schleppe besonders schön zur Geltung.
Frei und persönlich: die freie Trauung
Bei einer freien Trauung im Garten, am See oder auf der Alm gibt es kaum Vorgaben. Leichte, fließende Stoffe, Boho-Kleider oder auch ein Brautdirndl passen hier besonders gut. Denkt an den Untergrund: Auf Wiese und Kies sind Blockabsätze oder flache Schuhe und ein Kleid ohne allzu lange Schleppe die entspanntere Wahl. Ideen für Ablauf und Gestaltung findet ihr in unserem Beitrag zur freien Trauung in Österreich.
Woran ihr ein gutes Hochzeitskleid erkennt
Eine Frau, die sich ihrer selbst und ihrer Ausstrahlung bewusst ist, wirkt von sich aus anziehend. Eine Braut, die weiß, dass ihr Kleid gut sitzt und zu ihr passt, strahlt das auch aus. Das wichtigste Merkmal eines Hochzeitskleides ist daher, dass ihr euch darin wohl fühlt. Ein gutes Kleid:
- passt zu eurer Persönlichkeit, egal ob kurz oder lang, schmal geschnitten, fließend oder mit weit schwingendem Rock
- hat ausgewogene Proportionen und sitzt nach den Änderungen tadellos
- ist aus Stoffen gefertigt, die sich angenehm tragen und zur Jahreszeit passen
- harmoniert mit Schuhen, Schmuck, Frisur und Brautstrauß
- lässt euch genug Bewegungsfreiheit für Umarmungen, das Essen und den Hochzeitstanz
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Häufige Fragen
Was trägt man als Braut am Standesamt?
Möglich ist alles vom eleganten Kostüm über ein schlichtes kurzes Kleid bis zum Hosenanzug oder einem richtigen Brautkleid. Entscheidend sind der Rahmen der Feier und euer persönlicher Stil.
Muss ein Brautkleid für die Kirche weiß sein?
Nein, Weiß und Champagner sind traditionell, aber keine Vorschrift. Auch Nude-, Pastell- oder Beerentöne sind möglich, bei bedeckten Schultern lohnt sich eine kurze Nachfrage bei der Pfarre.
Welches Kleid passt zu einer freien Trauung im Freien?
Leichte, fließende Kleider im Boho-Stil, schlichte Modelle oder ein Brautdirndl eignen sich gut. Auf Wiese und Kies sind kurze Schleppen und bequeme Schuhe mit Blockabsatz praktisch.


