Planung
Die Gästeliste für eure Hochzeit: So behaltet ihr den Überblick
Wer wird eingeladen, wer nicht? Mit dem A-B-C-Prinzip, klaren Regeln für Begleitungen und einem fairen Umgang mit Elternwünschen bekommt ihr eure Gästeliste in den Griff.
Redaktion Hochzeit Brautinfo2 Min. Lesezeit

Ihr seid frisch verlobt, sitzt beim Lieblingsitaliener und überlegt, wen ihr einladet. Schnell habt ihr klare Regeln: engster Familienkreis, Begleitung nur für feste Paare, Kinder nur aus der nahen Verwandtschaft. Klingt gut, bis die künftige Schwiegermutter anruft und sich wünscht, dass auch der Cousin zweiten Grades aus Australien samt Familie eingeladen wird. Was nun?
Zuerst die Obergrenze festlegen
Bevor ihr Namen notiert, überlegt, wie viele Gäste ihr höchstens einladen möchtet. Davon hängt ab, welche Location infrage kommt und wie viel eure Hochzeit kostet. Wie stark die Gästezahl das Budget beeinflusst, zeigt unser Ratgeber zu den Hochzeitskosten in Österreich.
Das A-B-C-Prinzip
Teilt eure Gäste in drei Listen ein:
- A-Liste: enge Familie und gute Freunde, die auf keinen Fall fehlen dürfen
- B-Liste: Onkel, Tanten und Freunde, die ihr ab und zu seht, aber zu denen ihr keine sehr enge Beziehung habt
- C-Liste: Kolleginnen, Nachbarn, entfernte Verwandte und Freunde, die ihr aus den Augen verloren habt
Wird die Liste zu lang, streicht ihr zuerst auf der C-Liste. Es mag sich anfangs seltsam anfühlen, Menschen in Kategorien einzuteilen, aber es funktioniert sehr gut.
Ihr könnt die Einladungen auch in Wellen verschicken: erst die A-Liste, dann die B-Liste. Sagen weniger zu als erwartet, freuen sich bestimmt einige von der C-Liste über eine Einladung. Achtet dabei aber auf genug Vorlauf, damit niemand merkt, dass er „nachgerückt“ ist. Allen anderen von der C-Liste könnt ihr nach der Hochzeit eine Vermählungsanzeige schicken.
Wenn die Eltern mitreden wollen
Eltern haben manchmal eigene Vorstellungen von der Gästeliste. Wer ihnen zu großzügig nachgibt, kann den Traum von der kleinen Hochzeit schnell begraben. Ihr müsst nicht jede Großtante einladen, die ihr seit Jahren nicht gesehen habt. Zwei Kompromisse, die sich bewährt haben:
- Jedes Elternpaar bekommt eine feste Anzahl an Plätzen, die es frei vergeben darf.
- Die Eltern führen eine Nachrückliste für den Fall, dass Gäste absagen.
Schwieriger wird es, wenn die Eltern einen großen Teil der Hochzeit finanzieren und deshalb mehr Mitsprache erwarten. Erklärt ihnen offen, dass ihr mit den Menschen feiern möchtet, die euch wirklich am Herzen liegen, und einigt euch auf ein festes Kontingent.
„Und Begleitung“: Was ist mit Singles?
Dass Gäste in einer festen Beziehung ihre Partnerin oder ihren Partner mitbringen, ist für die meisten Paare selbstverständlich, ob verheiratet oder nicht. Aber was ist mit Singles oder ganz frischen Beziehungen? Wenn eure Liste kurz bleiben soll, verzichtet auf den Zusatz „und Begleitung“. Singles haben auf Hochzeiten oft sowieso mehr Spaß mit neuen Bekanntschaften als mit einer Begleitung, die sie extra für den Anlass suchen müssen. Setzt sie bei der Sitzordnung einfach zu Gleichgesinnten.
Wenn jemand ungefragt eine Begleitung anmeldet
Kommt eine Antwort mit einem zusätzlichen Namen zurück, den ihr nicht eingeladen habt? Erklärt freundlich, dass ihr wegen Budget und Platz die Gästezahl begrenzen müsst. Meist ist die Sache damit erledigt.
Auch bei Kolleginnen, Ex-Partnern und lockeren Bekannten hilft eine einfache Frage: Würdet ihr diese Person in den nächsten Jahren zu euch nach Hause zum Essen einladen? Wenn nicht, darf sie getrost auf der C-Liste bleiben.
Häufige Fragen
Wie erstellt man eine Gästeliste für die Hochzeit?
Legt zuerst eine Obergrenze fest und teilt die Gäste dann in eine A-, B- und C-Liste nach Nähe zum Paar ein. Gestrichen wird zuerst auf der C-Liste.
Müssen Singles eine Begleitung mitbringen dürfen?
Nein. Wenn die Gästeliste klein bleiben soll, ist es üblich, nur feste Partnerinnen und Partner einzuladen.
Wie viel Mitspracherecht haben Eltern bei der Gästeliste?
Das ist Verhandlungssache. Bewährt hat sich ein festes Kontingent an Plätzen pro Elternpaar, besonders wenn sie sich an den Kosten beteiligen.


