Zum Inhalt springen

AMORE Hochzeitsmesse Wien 2026 am 8. November 2026 Tickets sichern

Bräuche und Trauung

Hochzeitsbräuche aus aller Welt: Aberglaube und Glücksbringer

Spinne im Brautkleid, Zucker im Handschuh, Erbsen statt Reis: Diese Hochzeitsbräuche aus aller Welt sollen Glück bringen und liefern euch Inspiration fürs eigene Fest.

Redaktion Hochzeit Brautinfo3 Min. Lesezeit

Hochzeitsbräuche aus aller Welt: Aberglaube und Glücksbringer, Bild 1

Hochzeiten sind reich an Traditionen, die dem Brautpaar Glück bringen sollen. Dass der Bräutigam die Braut erst bei der Trauung im Kleid sehen soll, dass „etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues“ zum Brautoutfit gehört und dass als Nächstes heiratet, wer den Brautstrauß fängt, wisst ihr sicher längst. Aber kennt ihr auch diese Glücksbringer und Bräuche aus anderen Ländern?

Spinnen im Brautkleid und Henna auf den Händen

In England heißt es, eine Spinne, die sich ins Brautkleid verirrt, bringe Glück. Einem alten englischen Reim zufolge ist außerdem der Mittwoch der beste Tag zum Heiraten, während ausgerechnet der beliebte Samstag am wenigsten zum Eheglück beitragen soll.

Wer trotzdem am Samstag heiratet, kann sich vielleicht an einer anderen Tradition orientieren: Im Nahen Osten, in Nordafrika und in Indien werden die Hände der Braut kunstvoll mit Henna bemalt. Die Muster gelten unter anderem als Schutz vor dem bösen Blick und als Segenswunsch für die Ehe.

Zucker für eine süße Ehe

Nach griechischer Überlieferung versüßt ein Stück Würfelzucker im Brauthandschuh die Ehe. Aus Ägypten wird ein besonders fürsorglicher Brauch berichtet: Die Familie der Braut übernimmt in der Woche nach der Hochzeit das Kochen, damit sich die Frischvermählten nach dem anstrengenden Fest erholen können. Eine Idee, die man sich gut auch hierzulande vorstellen kann.

Regen, Erbsen und ein Bad in Milch

Fürchtet euch nicht vor Regen an eurem Hochzeitstag: In der hinduistischen Tradition gilt Regen als Glücksbringer, und auch bei uns sagt man „Regen bringt Segen“. In Tschechien sollen nach der Trauung traditionell Erbsen statt Reis auf das Paar regnen. Und in Marokko gehört für manche Bräute ein rituelles Bad in Milch zur Vorbereitung, das der spirituellen Reinigung vor der Zeremonie dient.

Münzen im Schuh und versteckte Schuhe

Hierzulande steckt die Braut traditionell einen Glückscent oder Glückspfennig in den Brautschuh, oft ein Erbstück der Familie. In Schweden heißt es, die Braut solle eine Silbermünze vom Vater und eine Goldmünze von der Mutter in je einem Schuh tragen. Gut eingelaufene Schuhe sind da klar von Vorteil.

In China verstecken die Brautjungfern bei manchen Hochzeiten die Schuhe der Braut. Der Bräutigam muss sie finden, bevor die Braut das Haus verlassen darf, und dabei oft noch kleine Aufgaben oder Prüfungen bestehen.

Nadelbäume und Sektkorken aus Holland

In den Niederlanden pflanzt man traditionell einen Nadelbaum vor dem Haus der Frischvermählten. Er soll Glück und Fruchtbarkeit ins neue Zuhause bringen. Wer der Botanik in Sachen Liebesglück nicht ganz traut, legt sich in der Hochzeitsnacht den Korken der ersten Sektflasche, die beim Fest geöffnet wurde, unter das Kopfkissen.

Schmucksteine als Glücksbringer

Auch beim Schmuck spielt Aberglaube mit: Perlen im Verlobungsring sollen wegen ihrer Tropfenform Tränen bringen. In der Symbolik der Edelsteine steht der Aquamarin dagegen für eine lange, harmonische Ehe, und auch der Saphir gilt als Zeichen für Treue und Eheglück. Wer gerade Trauringe oder Brautschmuck aussucht, kann solche Bedeutungen ganz bewusst einfließen lassen.

Handfasting: Hände statt Ringe

Statt des bei uns üblichen Ringtauschs werden in vielen Kulturen die Hände des Brautpaares mit einem Band zusammengebunden. Das symbolisiert die gegenseitige Verpflichtung und das neue Band als Ehepaar. Das sogenannte Handfasting ist heute auch bei freien Trauungen in Österreich ein beliebtes Ritual.

Barfußtanz, Strumpfband und das nächste Brautpaar

Der Juni gilt vielerorts als klassischer Hochzeitsmonat. Eine gängige Erklärung: Er ist nach Juno benannt, der römischen Göttin der Ehe und Geburt.

Für Unterhaltung auf der Feier sorgt dieser Aberglaube: Heiratet die jüngere von zwei Schwestern zuerst, soll die ältere barfuß auf der Hochzeit tanzen, um bald selbst einen Partner zu finden. In den USA fliegt außerdem mehr als nur der Brautstrauß: Der Bräutigam wirft das Strumpfband der Braut unter die unverheirateten Gäste. Wer es fängt, tanzt mit der Person, die den Brautstrauß erwischt hat. Wer weiß, vielleicht steht da ja schon das nächste Hochzeitspaar auf der Tanzfläche.

Welche Bräuche passen zu euch?

Ihr müsst keinen dieser Bräuche übernehmen. Gerade bei internationalen Paaren oder Gästen aus verschiedenen Ländern können solche Traditionen aber eine schöne Brücke schlagen. Pickt euch heraus, was euch gefällt, und erklärt die Bedeutung kurz im Programmheft oder in einer Rede, dann wissen auch eure Gäste, was gerade passiert.

Bildergalerie

Häufige Fragen

Welche Hochzeitsbräuche bringen Glück?

Bekannte Glücksbringer sind etwas Altes, Neues, Geliehenes und Blaues, ein Glückscent im Brautschuh oder Regen am Hochzeitstag. In anderen Ländern gelten etwa Zucker im Handschuh (Griechenland) oder eine Spinne im Brautkleid (England) als gutes Omen.

Was ist Handfasting bei der Hochzeit?

Beim Handfasting werden die Hände des Brautpaares mit einem Band zusammengebunden. Das Ritual steht für die gegenseitige Verbindung und wird bei uns vor allem bei freien Trauungen gern eingebaut.

Warum sollen Perlen im Verlobungsring Unglück bringen?

Einem alten Aberglauben zufolge erinnern Perlen wegen ihrer Tropfenform an Tränen. Das ist reine Symbolik, viele Paare tragen Perlenschmuck trotzdem sehr gern.

Passende Dienstleister

Weiterlesen

Mehr aus Bräuche und Trauung